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Mein Leben mit dem Down-Syndrom

Lilian hat Trisomie 21. Sie arbeitet, macht Musik, will studieren – und fragt sich, warum das irgendwer überraschend finden sollte

  • 6 Min.
Down-Syndrom

Lilian ist ein gutes Beispiel, dass Menschen mit Down-Syndrom ein weitgehend selbstständiges und erfülltes Leben führen können. Die 29-Jährige geht einer Arbeit nach, liebt es, Musik zu machen, und möchte demnächst ein Studium aufnehmen.

In unserem Film über sie wird ganz anschaulich, worauf Vereine wie „downsyndromberlin“ immer wieder hinweisen: Das Down-Syndrom ist eine genetisch bedingte, nicht veränderbare Veranlagung, es ist keine Krankheit. Allerdings hatte Lilian auch Glück. Zwar musste auch sie als Kind erfahren, wie es ist, wenn man auf dem Schulhof oder auf der Straße wegen seiner Andersartigkeit gehänselt und ausgeschlossen wird. Aber Lilian wurde konsequent gefördert, weil sie unter Menschen aufwuchs, die an ihr Potenzial glaubten.

Heute werden immer weniger Menschen mit Down-Syndrom geboren, da sich viele Eltern durch die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik für eine Abtreibung entscheiden. In Zeiten immer härterer Anforderungen, sich in Schule, Studium und auf dem Arbeitsmarkt zu bewähren, gibt es oft die Sorge, ein solches Kind würde es zu schwer haben.

Doch warum sollten Menschen wie Lilian keine Daseinsberechtigung haben?  

Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

11 Kommentare
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Nele
  ·  
30.09.2016-03:09

Ein sehr gelungener Bericht!
Wir brauchen viel mehr solcher Bilder.
Es ist so wichtig, dass sich Inklusion von der Kita, über das Arbeitsleben bis hin zur Rente durchsetzt.
Menschen können immer voneinander lernen und das sollten wir viel aktiver nutzen
Irgendwann sollten Menschen mit uns ohne Behinderung zur einer homogenen Gruppen werden, denn Einschränkungen sind wirklich irrelevant für unser zusammenleben.
Jeder hat seine Seiten an sich

Thérèse
  ·  
30.09.2016-10:09

Wow, dieser Film kann wirklich viele Klischees zerstören, Vorurteile, an die auch ich geglaubt habe, obwohl ich mich für aufgeklärt gehalten habe.

Dorothea Wulf
  ·  
01.10.2016-01:10

Es ist ganz toll, dass Lilian und die anderen Erwachsenen und Kinder eine Chance haben, auf die Welt zu kommen - den Müttern rate ich, keinen Schwangerschaftsabbruch zu machen, wenn das Kind mit einer Fehlbildung auf die Welt kommt. Das Leben ist und bleibt Lebenswert. Mütter, behaltet die Kinder. Sie geben viel Liebe zurück.

Anki
  ·  
21.10.2016-04:10

Vielen Dank für diesen wertvollen Film. Lilian, wenn du das hier liest: du bist einzigartig wunderbar. ❤️ Schön, dass es dich gibt!

Laura21
  ·  
05.11.2016-03:11

Ein sehr schöner Film ;)

Rüdiger
  ·  
23.11.2016-10:11

Ein ganz toller Film. Lilian ich wünsche Dir ganz viel Erfolg bei all Deinen Vorhaben!

Uli
  ·  
03.12.2016-01:12

Danke, und zwar sehr! Hoffentlich lernen wir, immer weniger Menschen auszuschliessen und ganz einfach dadurch ihre Entwicklung zuzulassen.

Gast
  ·  
18.02.2017-11:02

Sehr guter Film! Danke
Dr. med. F Hauß

hans hansen
  ·  
16.01.2018-12:01

super, dass ihr trisonomie 21 nicht nur negativ darstellt. klasse beitrag

dergeilomatiko
  ·  
10.03.2018-06:03

in meiner klasse ist auch ein mädchen mit downsydrom stark

Farynha
  ·  
11.11.2019-10:11

Eine andere Sichtweise: Ich finde es nicht verwerflich sich gegen ein Kind mit irgendeiner Form von Beeinträchtigung zu entscheiden, da auch hier alle Menschen und Situationen indviduell sind. Wenn sich jemand aus bestimmten Gründen nicht in der Lage sieht ein Kind groß zu ziehen, dann ist das doch okay. Dann müsste man ja eigentlich Schwangerschaftsabbrüche generell in Frage stellen, oder?