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„Schönheit ist ein zweischneidiges Schwert“

Warum sind so viele Menschen fasziniert von Influencerinnen wie Kylie Jenner? Und was sagt das über das aktuelle Schönheitsideal? Das haben wir Liv Strömquist gefragt, die darüber gerade einen Comic gemacht hat

  • 5 Min.
Im Spiegelsaal

Wie entstehen Schönheitsideale, und wie verändern sie sich? Das fragt die schwedische Comiczeichnerin Liv Strömquist in ihrem neuen Buch „Im Spiegelsaal“. In fünf teils wissenschaftlich orientierten Essays betrachtet sie verschiedene Aspekte von Schönheit und wie sie sich durch digitale Medien verändert haben.

fluter.de: Deine letzten Comics handelten von der Vulva, der Liebe oder dem männlichen Geniekult. Warum jetzt ein Buch über Schönheit?

Liv Strömquist: Während der Pandemie ist mir aufgefallen, dass ich sehr viel Zeit damit verbracht habe, auf Instagram herumzuscrollen. Plötzlich war eine Stunde vergangen, und ich schaute mir den Ex-Freund irgendeines Prominenten an. Man verliert sich in dieser Welt. Es wird zu einem immer größeren Teil unseres Lebens, Fotos von anderen Menschen und deren Gesichtern anzuschauen.

Einer dieser Menschen ist die Influencerin und Unternehmerin Kylie Jenner, der du auch ein Kapitel in deinem Comic gewidmet hast. Warum schauen wir uns ihre Bilder so gerne an?

Der französische Philosoph René Girard geht davon aus, dass es ein grundlegender menschlicher Trieb ist, andere Menschen nachahmen zu wollen. Was noch dazukommt: Wir leben in einer Zeit, in der wir viele individuelle Freiheiten haben, und leben außerdem in einem kapitalistischen System, das uns ständig dazu bringen will, Dinge zu begehren. Aber es ist schwer, sich andauernd zu entscheiden, was man will. Deshalb wählt man jemanden wie Kylie Jenner, ein Vorbild, das die Wünsche für einen kanalisiert. Man sieht sie also an und möchte so aussehen wie sie und die gleichen Dinge haben wie sie. Girard nennt es das „mimetische Begehren“.

Wenn ich so durch meine Timelines scrolle, habe ich das Gefühl, dass dieses mimetische Begehren außer Kontrolle geraten ist.

Ja, und das hat in meinen Augen mit dem Mangel an Sinn und Zweck zu tun, den heute viele Menschen verspüren. All diese Influencer sind dazu da, uns etwas zu verkaufen. Es fehlt vielen in unserer Gesellschaft an einem Traum oder einem Wunsch, der größer ist als der, etwas zu konsumieren.

Warum werden wir auch ein bisschen deprimiert, wenn wir Kylie Jenner ansehen, aber nicht, wenn wir einen süßen Welpen betrachten?

Menschen wie Kylie Jenner sind Vorbilder, aber gleichzeitig sind sie auch Konkurrenz. Und weil sie so perfekt wirken, fühlt man sich ihnen in gewisser Weise unterlegen. Das macht uns traurig oder wütend. Der Welpe ist mit seiner Schönheit dagegen kein Konkurrent.

 „Es fehlt vielen in unserer Gesellschaft an einem Traum oder einem Wunsch, der größer ist als der, etwas zu konsumieren“

Kylie Jenner und viele andere Prominente lassen sich heute medizinisch behandeln, um noch perfekter auszusehen. Man könnte also sagen, Schönheit ist nicht mehr nur eine Gabe, sondern eine Leistung. Was folgt daraus?

Der Soziologe Hartmut Rosa sagt, dass das Bezeichnendste an unserer Zeit ist, dass wir alles optimieren wollen. Alles muss zu jeder Zeit kontrollierbar sein. Unsere Beziehung zu unserem eigenen Gesicht und Körper ist ein Projekt. Man schaut sich verschiedene Teile seines Körpers an und denkt darüber nach, wie man sie am besten optimieren kann. Aber wenn man die ganze Zeit von diesen Dingen besessen ist, was ist das dann für ein Leben? Wenn man Schönheit im Alltag erlebt, ist das selten eine kontrollierte Erfahrung. Es ist doch fast immer so, dass man jemanden in einem unkontrollierten Moment ansieht und dann Schönheit erkennt, die oft mit dem inneren Zustand dieser Person zusammenhängt. Man sieht etwas in den Augen dieser Person, und sie wird für einen plötzlich sehr schön.

Immerhin schlagen Frauen als Influencerinnen selbst Kapital aus ihrer Schönheit. Ist das nicht besser, als dass andere daran verdienen?

Als ich ein Teenager war, hatte ich viele Freundinnen, die auf der Straße von Fotografen angesprochen wurden. Die schlugen ihnen vor, sie zu fotografieren und damit berühmt zu machen. Heute ist das anders: Wenn jemand sehr hübsch ist, dann kann diese Person einen Account und eine Fangemeinde haben und davon leben. Das ist eine Machtverschiebung zugunsten der Frauen. Für die Frauen in den Fünfziger- oder Sechzigerjahren war es schwieriger, zum Beispiel für Marilyn Monroe, eine der am häufigsten fotografierten Frauen ihrer Zeit. Sie blieb abhängig von Fotografen wie Bert Stern, der sie 1962 insgesamt drei Tage lang fotografierte. Kurze Zeit später starb sie an einer Überdosis. Sie wurde Opfer der Umstände. Stern veröffentlichte anschließend alle Bilder dieser Fotosession, auch die, die Monroe vor ihrem Tod noch durchgestrichen hatte.

In Deutschland gibt es Menschen, die sich gerade über Influencerinnen lustig machen. Warum wird ihre Arbeit nicht ernst genommen?

Es gibt diese Art von Shaming, weil Schönheit stark mit dem sozialen Konstrukt von Weiblichkeit verbunden ist. Im Christentum wurde es zum Beispiel als Sünde angesehen, eitel zu sein. Sich der eigenen Schönheit zu bewusst zu sein und sie auch noch einzusetzen wurde als etwas Schlechtes angesehen. Ich denke, das hat damit zu tun, dass Schönheit von vielen als eine inhärent weibliche Macht angesehen wurde.

Fühlst du dich als Autorin unter Druck gesetzt, deine eigene Schönheit zur Schau zu stellen?

Kürzlich war ich in einer schwedischen Morning-Fernsehshow eingeladen und hatte mir dafür die Haare nicht besonders gestylt. Anschließend habe ich sehr wütende E-Mails von den Zuschauern bekommen, nach dem Motto: Warum sieht dein Haar so schlimm aus? (lacht). Ich dachte mir: Ich habe gerade ein Comicbuch gemacht, ich muss mir doch die Haare nicht stylen lassen. Schönheit ist ein zweischneidiges Schwert: Sie kann Macht verleihen, aber gleichzeitig auch schlecht sein, weil es vor allem für Frauen eine Pflicht geworden ist, schön zu sein.

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Liv Strömquist (Foto: Emil Malmborg)
(Foto: Emil Malmborg)

Liv Strömquist, Jahrgang 1978, hat im Alter von fünf Jahren mit dem Zeichnen angefangen. Die studierte Politikwissenschaftlerin lebt im schwedischen Malmö und produziert neben den feministischen Comics, für die sie berühmt geworden ist, seit fast zehn Jahren den Podcast „En varg söker sin pod“, gemeinsam mit der Autorin Caroline Ringskog Ferrada-Noli .

„Im Spiegelsaal“ von Liv Strömquist ist im Avant-Verlag erschienen.

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Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

31 Kommentare
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Jakob Kowles
  ·  
13.11.2021-05:11

Mich stört etwas, dass die Pflicht zur Ästhetik immer als auf die Frauen beschränkt dargestellt wird. Man möge mal einen Mann dazu reden lassen; wozu gibt es denn riesige Muskelbepackungs-Communities im Internet? Wozu tonnenweise Proteinpulver? Wozu carnivore diet? Wozu täglich stundenlanges Muskeltraining bei Jungmännern? Warum werden eher schmächtige Männer schon früh als Bübchen und Klappergerüste nachgestellt? Wozu "mewing" und wozu werden Kinn- und Kieferimplantate als "markantes" Gesicht und "Männlichkeit" beworben? Ich denke, es fehlt den Männern einfach das Selbstbewusstsein, diesen Druck als etwas egodystones wahrzunehmen. So wie das Ideal, ein selbstopferischer und mordender muskelbepackter SS-Mann zu werden, auch bei vielen Männern internalisiert wurde, wurde die Jagd nach dem Muskelkörper auch internalisiert. Es gibt, anders als bei Frauen, kein Bewusstsein für die externe Herkunft des Drucks.

Tina
  ·  
15.11.2021-03:11

Das ist sicher auch ein spannendes Thema, aber wer sagt denn, dass das niemanden interessiert oder es nicht berichtet wird? Guck mal hier zum Beispiel: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/psychologie-ratgeber/muskel-sucht-w...
Auch ist es sowohl Frauen als auch Männern oft nicht bewusst, woher der Druck kommt. Das trifft genausowenig allein eine Seite.

Jazzer
  ·  
13.11.2021-06:11

Kylie Jenner ist nicht schön. Sie ist wie eine aufgeblasene Gummipuppe.

Tina
  ·  
15.11.2021-03:11

Leute runterzumachen hilft niemandem. Sie nach einem Objekt zu benennen noch weniger.

Matze
  ·  
15.11.2021-05:11

Nur schade, das die anderen 280mio Follower das nicht ganz so sehen...

dein ernst
  ·  
13.11.2021-06:11

Alle zwischenmenschlichen Beziehungen sind reines Geschäft und mit einem hübschen Gesicht dazu öffnen sich die Türen leichter.

Ein zweischneidiges Schwert schmiedet man selbst.

Verpeilt
  ·  
15.11.2021-02:11

Das stimmt grundsätzlich. Bei Bewerbungsgesprächen trifft es teils zu. Bei Politik trifft es teils zu. Bei Partnersuche trifft es auf jedenfall zu. Und jeder kennt diesen Augeblick wo man total entspannt ist weil es gerade nicht zutrifft. Das kann ein Gespräch mit der Oma aus dem dritten Stock sein.

Manuel Bauer
  ·  
13.11.2021-06:11

Lösung: Insta und den ganzen Müll deinstallieren und sich um die wichtigen Sachen im Leben kümmern.

Tim
  ·  
13.11.2021-07:11

Also die von dem Girard zitierten Thesen klingen für mich irgendwie so als wäre uns ein psychologischer Kannibalismus angeboren (Trieb andere nachahmen zu wollen und so sein zu wollen - mimetisches Begehren).

Ich denke das anziehende vieler Influenver kommt daher, dass wir von Kindesbeinen an(insbesondere in der Schule, aber auch im Elternhaus) das Gefühl eingetrichtert bekommen nicht genug zu sein. Das wir so wie wir sind nicht gut sind. Wir haben nicht die Wahl zu lernen, wir müssen lernen was man uns vorsetzt, weil wir sonst ausgeschlossen werden (deshalb macht Schule auch so wenig Spaß).

Dieser Anpassungsdruck führt auf Dauer dazu das die eigene Existenz unerträglich wird und wir uns ggf. wünschen jemand anderes zu sein (z.B. Kylie Jenner). Der Druck würde abfallen, weil man wäre ja endlich so wie andere es von einem Verlangen. Eine Flucht in ein imaginäres anderes Dasein vor der eigenen unerträglich gemachten Existenz...

Udo
  ·  
13.11.2021-08:11

Warum haben so viele Menschen keinen Schimmer wer die Influencerinnen Kylie Jenner ist, was Sie tut und wie sie aussieht?

SteFAN
  ·  
15.11.2021-10:11

Weil noch nicht alles verloren ist... Ich habe von dem Kind noch nie was gehört und werde den Namen morgen wieder vergessen haben... welche ein Glück ich doch habe...

Higgens
  ·  
13.11.2021-11:11

Wer in sich ruht, steht gut.
Wer sich an andre hält, dem schwankt die Welt,
wußte schon Paul Heyse

Gast
  ·  
14.11.2021-12:11

Who the fuck is Kylie Jenner?! Das ist doch ein Allerweltsgesicht!

Alex
  ·  
14.11.2021-04:11

Ich möchte dazu anmerken, dass der Schönheitsdrang inzwischen weit nicht nur noch für Frauen eine "Pflicht" ist. Heutzutage gibt es ebenso genug Männer die auch darunter leiden und mit Selbstzweifeln zu kämpfen haben, weil sie nicht mehr dem Ideal entsprechen. Das Problem hat damals zwar hauptsächlich Frauen betroffen - mitlerweile ist es aber auch bei uns Männern angekommen. Wir sitzen also alle im selben Boot. Es wird Zeit dagegen gemeinsam etwas zu unternehmen.

Hier dazu eine von vielen Studien:
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/eat.22943?referrer_acces...

lizard king
  ·  
15.11.2021-02:11

Man muss auch nicht bei jedem Thema auf die männliche Seite verweisen....

Rainer
  ·  
14.11.2021-06:11

super coole Comics - wahrscheinlich auf den Punkt...
ich selber habe auf insta keine Promis abonniert ...
jetzt sehe ich, dass dies gut war :)

bridget
  ·  
14.11.2021-09:11

wie schade, dass sich junge Mädchen nur noch an Schönheitsidealen orientieren, statt ihre Stärken ( und jeder Mensch hat solche ) zu entwickeln und zu nutzen.

Gast
  ·  
14.11.2021-12:11

ich bin 58 Jahre alt und diese Influencerinnen gehen an mir total vorbei.........vergleiche mich höchstens mal mit Verwandten und Freundinnen........würde aber nie optisch was nachmachen oder medizinisch verändern lassen...........müsste dringend abnehmen, aber ansonsten bin ich so o.k. wie ich bin.....und ich bin natürlich und alles ist echt, das sind die... nämlich nicht

Gast
  ·  
15.11.2021-09:11

Definition von Schönheit.
"Schönheit ist bioloigische Symmetrie"
Beweis: Eine Frau mit zwei Brüsten ist schön, eine mit drei ist ekelig.
Das Ideal der Schöneit besteht aus den Maßen:
90-60-90
Das Idol.
Die Gessamtkunstwerke bestehen aus 10 Elementen:
Charm, Eleganz, Gesundheit (Farbe) Chic, Mode usw.
Die Idole Mädchen wie Sophia Loren, Brigitte Bardot usw.
Der deutsche Philosoph Immanuel Kant suchte nach der Idee der Schönheit. § 17 "Metaphysik der Sitten". Fand es aber nicht, weshalb er bestritt, dass es einen Begriff davon geben kann.

Tina
  ·  
15.11.2021-03:11

Sicher kann man einige Merkmale von Schönheit ausmachen, die viele Leute unterschreiben würden. Allerdings gebe ich zweierlei zu bedenken:
1. Gegen eine Allgemeingültigkeit spricht allein die Tatsache, dass je nach Zeit und Ort andere Schönheitsideale gelten.
2. Dass zwei Brüste toll und drei eklig sind, ist wohl weniger ein Beweis für die wichtige Symmetrie als dafür, dass wir mögen, was typisch für unsere Spezies ist.

Stefan
  ·  
15.11.2021-10:11

Armes Kind, wenn der Lebensinhalt nur die eigene Schönheit, Konsum und Medienpräsenz ist! Die Schönheit wird in 10 Jahren verschwunden sein, der Kosum kann nicht auf Dauer glücklich machen und dann interessieren sich die Medien auch nicht mehr für das Kind...
Bis es aber so ist wird sie allen Teenies Minderwertigkeitkomplexe und Essstörungen bescheren...

Matze
  ·  
15.11.2021-04:11

Wieso Armes Kind? So clever muss man erst mal sein, nur aus solchen Adjektiven Geld zu machen? Bis in 10 Jahren haben solche "Persönlichkeiten" so viel Geld geschäffelt, dass auch du froh wärst so ein Polster zu besitzen. Arm sich die Menschen, die das nicht erkennen oder sich dem Sog nicht entziehen können

Lola
  ·  
20.11.2021-04:11

@Matze bei dem Konsumverhalten wird in 10 Jahren nichts übrig sein, aber dann wird vermutlich der junge, hübsche Nachwuchs ins Rampenlicht gerückt...

BarbVi
  ·  
15.11.2021-12:11

Frauen machen sich en masse gerade selbst zu absoluten Deppen! Obwohl sie in ihrer Egozentrik ja gern das Gegenteil erreichen wollen. Etwas Besonderes sein, aus der Masse herausstechen. Tun sie aber nicht. Kylie Jenner, ähnliche Influencerinnen und das ganze nachäffende Gefolge sind nur ein homogener Strudel aus einzelnen modifizierten Körperteilen, die sie selbst zur Ware machen. Früher machten Männer Frauen zu Objekten, nun machen sie es traurigerweise selbst. Leider ziehen sie in diesen Strudel die nachfolgende weibliche Generation mit hinein, weil es im Moment nicht genügend Gegengewicht aus selbstbewussten, klugen Frauen ohne Optimierungsattitüde gibt.

The lizard King
  ·  
15.11.2021-02:11

Doch, die gibt es durchaus. Nur erschafft sich jeder seine Realität selbst

Dorit
  ·  
15.11.2021-01:11

Ich finde es schlimm, dass Influencerinnen so kalkuliert vorgehen und dafür alles in Kauf nehmen. Seht euch die steigenden Zahlen der Schönheits-OPs an. Muss das sein? Ich bringen meinen Töchtern bei sich so zu mögen aucht mit großer Nase oder flachem Po. Dafür muss man sich nicht unter das Messer legen. Wozu? Damit alle aussehen, wie aufgeblasene Puppen? Wer bestimmt, was schön ist? Social Media sei gedankt, dass viele Mädchen sich nicht schön und perfekt fühlen. Großteils wird Fotoshop benützt - aufwachen liebe Mädels - das entspricht nicht der Realität. Früher sahen Pornodarstellerinen hauptsächlich "so aufgeblasen" aus und nun denken viele Frauen, dass sie auch diesem "Ideal" entsprechen sollten. Nein, und überhaupt sind diese OPs mit Risiken verbunden - auch Fettunterspritzungen - nebenbei sieht der PO danach nicht einmla ästhetisch aus. Bitte denkt gut nach und sprecht darüber!;-)

lezard
  ·  
15.11.2021-02:11

Man macht sich über Influencerinnen lustig, weil sie nichts können, als ihre "Schönheit zu vermarkten". Was will ich mit so einem Menschen? Ich kann nicht ernsthaft um Rat bitten, weil die Person entweder nichts in dem entsprechenden Bereich weiß (besonders Technik ist vielen leider immernoch verschlossen) oder mir gar nicht richtig zuhört, weil ihr eigenes Ego, ihre Selbstsucht wichtiger ist.

andree.weidner@...
  ·  
15.11.2021-02:11

Schönheit braucht Fläche-nicht von mir aber gelesen und für richtig befunden

Caner Özer
  ·  
29.11.2021-12:11

Ich bin sehr froh, dass Frau Strömquist so viel recherchiert hat bevor sie ihr Buch erscheint hat. Viele denken, etwas Kreatives zu schaffen, ist keine wissenschaftliche Artbeit aber kann man mit diesem Text darauf beweisen, dass es ein komplizierter Prozess ist.

Okey zurück zum Thema...
Ich denke, dass die Schönheit viele Dimensionen hat, und wenn wir eine von deren hervorheben wollen, das heißt, dass wir diese Dimension definieren müssen. So macht Frau Strömquist. Nicht nur eine wissenschaflich sonder aus der ihren eigenen Erfahrungen erklärt sie darüber, was die aktuellen Schönheitsidealle der Gesellscahft sind. Vielleicht aufgrund des Kapitalismus haben wir diesen Mitläufereffekt aber trotzdem könnten wir es nicht verdächtigen. Ja, in dieser Stelle einigen ich und Frau Strömquist uns nicht. Meine ganz persönlicher Meinung nach bestehen die Schönheitsidealle aus nicht nur einem Vorbild sondern ästehtischen Aspekte. Ja, sie erwäht schon oberflächlich darüber aber das intellektüelles Wissen entseht diese Aspekte, mit denen wir die Welt anders sehen können. Prominenten, wie Kylie Jenner zu folgen oder sehr viel Zeit auf sozialen Medien zu verbrechen das einzigste Benehmen, das jemand hat, der gar nichts zu tun hat.

Amina
  ·  
29.11.2021-01:11

Ich denke, dass alle Beauty-Influencer sehr schädlich sind.

Jesiel Gómez
  ·  
29.11.2021-04:11

Ich finde auch, dass die meisten Menschen heutzutage sehr viel Zeit in den sozialen Medien verbringen. Ich teile auch die Meinung, dass die Menschen ihre Schönheit jetzt selbständig durch Beiträge oder Videos "verkaufen". Auch wenn es möglich ist, ohne Vermittler Geld zu verdienen, besteht ein Risiko, denn jeder kann einen großen Einfluss auf andere ausüben.

Außerdem weist der Autor auf ein sehr interessantes Thema hin: Freiheit kann ein Risiko sein, wenn man wie ein Prominenter sein will, der etwas Unangenehmes oder Ungesundes mit seinem Körper macht. Er beschreibt auch, wie die Menschen diese Vorbilder als Konkurrenz sehen. Meiner Meinung nach ist dies das Ergebnis davon, dass wir uns keinen eigenen Begriff von Schönheit machen. Es wird immer eine besser aussehende oder reichere Person geben, so dass Sie nie mit Ihrem Körper zufrieden sein werden. Und bedenken Sie, was der Autor aufzeigt, nämlich dass diese Berühmtheiten nur eine Marketingkampagne sind, um Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen.

Soweit ich weiß, ist Schönheit ein sehr subjektives Konzept, das von der Kultur, persönlichen Vorlieben und anderen Faktoren abhängt. Die Globalisierung und der ständige Einsatz von Technologie stellen jedoch einen Schönheitsrivalen dar, den es zu schlagen gilt. Deshalb müssen wir für uns selbst herausfinden, was uns gefällt und in wem wir uns wohl fühlen.